Auf dem derzeit mit einem Einfamilienhaus bebauten Fahnengrundstück sollen 18 Wohnungen samt Tiefgarage mit 23 Stellplätzen entstehen. Eine Einschränkung der Bebauung wurde bei der letzten Änderung des Bebauungsplans nicht umgesetzt – die Gemeinde gab dem Land Niederösterreich nach.
Besonders kritisch sind die Zu- und Abfahrten: Die Zufahrt erfolgt über einen rund 100 m langen, äußerst schmalen Weg mit Gegenverkehr, die Ausfahrt über einen teilweise nur drei Meter breiten Weg; im Widerspruch zu § 32 der nö Raumordnung. Anrainer bezweifeln auch, dass Baufahrzeuge zufahren können, und warnen vor erheblichen Problemen im Ernstfall, etwa für die Feuerwehr.
Für zusätzlichen Unmut sorgt ein geplanter offener Müllplatz an der Hochstraße. Anrainer fürchten massive Belästigungen durch Geruch und Ungeziefer – ein Imageschaden für die wichtigste Heurigenstraße des Ortes.
Bereits 2022 sprachen sich mehr 100 Anrainer gegen das Projekt aus und übergaben eine Petition an die Bürgermeisterin. Der Widerstand hält an. Inzwischen wurde die Gemeinde vom Landesverwaltungsgericht zu einer neuen Entscheidung verpflichtet.
Die Wohnungen werden auch als „Vorsorgewohnungen“ angeboten. Aus steuerlichen Gründen seien sie auch für Klienten „ab einem Jahresbruttoeinkommen von ca. 100.000 € bzw. bei ca. 40 % Eigenmittelkapital-Einsatz“ geeignet.
Für den 23. Mai um 10:00 Uhr ist eine Demonstration gegen das Projekt in der Hochstraße 90 geplant.
Ansprechpartner ist Herr Dr. Michael Emich, +43 664 1826938, dr@emich.at.

