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Bebauungsplan

Diskussion geht weiter

Der „Bürgerbewegung“ IG Eigentum hat zu einer Informationsveranstaltung eingeladen und viele, vor allem Hausbesitzer und Immobilienentwickler sind gekommen. Wer eine konkrete Kritik an dem aufgelegten Bebauungsplan erwartet hat, wurde enttäuscht. Bis jetzt erschöpfen sich die Forderungen in Phrasen wie „Warum hat mein Opa nicht gebaut“, „Hausbesitzer fürchten strenge Auflagen“, „Stirbt der Ortskern“ und „Perchtoldsdorf beschränkt das Bauen auf ein Minimum“. Auf Facebook sind für diese Woche „Fakten“ angekündigt; es ist zu hoffen, dass diese Fakten auch den politischen Entscheidungsträgern übermittelt werden.

Interessant dabei waren die Positionen von Gernot Stöglehner, Vortragender bei der Veranstaltung. Als Obergrenze für eine maßvolle Dichte gibt er eine Geschoßflächenzahl von 1,5 an. Bei Überschreiten dieser Dichten „braucht es besondere Vorkehrungen in Bezug auf Grün- und Freiflächenausstattung sowie Infrastruktur (!)“.

Er steht auch dem häufig geäußerten Schluss, dass für leistbares Wohnen neuer Wohnraum geschaffen werden müsse, kritisch gegenüber.

Dies bestätigt auch die Grundlagenforschung von Diplom-Ingenieur Paula zur 10.  Änderung des Bebauungsplanes. Für unseren Ort ist zwischen 2001und 2020 die Zahl der Wohneinheiten um 20 % gestiegen, die Zahl der Hauptwohnsitzer nur um 7 %.

Mit der Sanierung der leerstehenden Wohnungen Beatrixgasse und Wiener Gasse 30 – 32 würde leistbarer Wohnraum geschaffen werden; jedoch geht überhaupt nichts weiter. Auch eine weitere Verzögerung der Sanierung der Wohnhausanlage der Neuen Heimat am Tryhel ist nicht hilfreich.