Finanzen:
Die laufenden Einnahmen reichen nicht mehr aus, um die Ausgaben zu decken. Das Ergebnis wird durch die Entnahme nicht werthaltiger Rücklagen optisch verbessert. Während sich die Gemeindeschulden um 2,5 Mio. € verringern, steigen jene der gemeindeeigenen Immobiliengesellschaft um mehr als 5 Mio. €.
Personal und Transparenz:
Die Bürgermeistern informierte über die Einsparung von neun Vollzeitstellen. Da der Stellenplan seit einigen Jahren nicht vorgelegt wird, kann der Gemeinderat diese Maßnahme nicht nachvollziehen. Es bleibt offen, ob die Kürzungen Auswirkungen auf die Servicequalität für Bürgerinnen und Bürger haben.
Bauen:
Die Frage, ob die Aufhebung zweier Bausperren die Wiedererrichtung der Wohnhausanlage „Neue Heimat“ am Tryhel mit leistbaren Wohnungen ermöglicht, blieb unbeantwortet. Verzögerungen führen laut meiner Einschätzung zu einem jährlichen finanziellen Verlust für die Gemeinde von rund 150.000 €, was in der Debatte zum Voranschlag 2026 bestätigt wurde.
Gebühren und Digitalisierung:
Trotz hoher Überschüsse bei Wasser, Kanal und Abfallentsorgung wurden die Gebühren um 7,5 % erhöht. Eine Modernisierung der Wasserablesung, wie sie in anderen Gemeinden bereits erfolgreich umgesetzt wurde, ist aus meiner Sicht dringend erforderlich; und auch finanzierbar.
Die Preiserhöhungen im Freizeitzentrum wurden kritisch betrachtet. Besonders das Fehlen eines Konzepts zur Steigerung der Besucherzahlen wurde bemängelt. Die teilweise Schließung des Restaurants – mit Tagesumsätzen von teils nur 100 Euro – trägt nicht zur Verbesserung bei.
Wohnbau:
Positiv hervorzuheben ist die Sanierung der gemeindeeigenen Wohnhausanlagen Beatrixgasse und Wiener Gasse 32–34. Die Kosten dafür betragen 5 Millionen Euro und werden zur Gänze über Darlehen finanziert. Nach Abschluss der Arbeiten kann die Gemeinde wieder leistbare Wohnungen anbieten.

